Polospieler

Wie funktioniert ein Polospiel?

Der Ball muss ins Tor. Das gilt auch für Polo. Es gibt auch zwei gegnerische Mannschaften, die dem Ball hinterherjagen, festgesetzte Regeln, Fouls und einen Rasen als Spielfeld. Ansonsten ist Polo ein ganz anderer Sport als Fuß- oder Handball, denn er findet auf Pferden statt, die während des Spiels mehrfach gewechselt werden. Weshalb auch jeder Spieler mit mindestens zwei Pferden anreisen muss. Und es gibt Vorgaben für das Outfit, das wie die Sportart selber auf Tradition beruht.

Was es für ein Polospiel braucht

An den Längsseiten wird das Spielfeld, das mehr als doppelt so groß wie ein Fußballfeld ist, von 30 cm hohen Holzbrettern, and den Querseiten von Linien im Gras eingegrenzt. Dort markieren zwei nachgiebige, drei Meter hohe Pfosten das Tor. Hinter jedem Tor steht ein Schiedsrichter. Schwenkt er die Fahne oben, ist ein Tor gefallen. Schwenkt er die Fahne unten, ging der Ball daneben. Außerdem braucht es für ein Polospiel noch Personal zum Zeit erfassen, Glocke läuten, Protokoll führen. Und es braucht Betreuer für die Pflege, Vorbereitung und das Auswechseln der Pferde, die übrigens keine festgelegte Rasse oder Größe haben müssen.

Polospiel

Wie ein Spiel verläuft

Beim klassischen Polospiel auf dem Rasen, es gibt auch noch Beach-, Arena und Snowpolo, stehen sich vier Spieler pro Mannschaft gegenüber. Zwei Schiedsrichter reiten mit. Ein Oberschiedsrichter steht in der Mitte. Das Spiel ist in vier bis acht Zeitabschnitte à sieben Minuten eingeteilt. In der Pause zwischen dem zweiten und dritten Zeitabschnitt stopfen stopft das Personal die von den Pferdehufen in das Feld geschlagenen Löcher aus. Origineller weise ist das Publikum aufgefordert, hier mitzuhelfen. Für das Spiel gibt eine Menge Regeln, aber Priorität hat immer der Schutz der Pferde.

Wie die Spieltaktik aussieht

Jeder der vier Spieler einer Mannschaft hat eine festumrissene taktische Aufgabe, die auf der seines Mitspielers aufbaut: die Verbindung zum gegnerischen Tor, die Verbindung zwischen den Spielern, die Organisation des Angriffs und der Verteidigung, die Deckung. So hängt der Erfolg unmittelbar vom Zusammenspiel und von den Leistungen der einzelnen Spieler ab. Diese Leistung kennzeichnet wie beim Golf das Handicap. Es beginnt bei minus zwei und kann bis plus zehn gehen. Das Mannschaftshandicap bestimmt die Spielklasse.

Polospiel

Wie ein Polospieler ausgestattet ist

Mit einem langstieligen Schläger und einem breiten Polohelm, der seinen Ursprung in den Tropenhelmen der Kolonialzeit hat. Dazu gepolsterte Knieschoner und Handschuhe mit verstärktem Rücken. Das Outfit besteht aus braunen Lederstiefeln mit Reißverschluss und Sporen, einer weißen Freizeithosen ohne Innennaht und einem argentinisch gemustertem Gaucho-Gürtel. Unersetzlich für den perfekten Look ist das Polohemd. Es stammt nicht aus dem Polosport, sondern ist eine Erfindung der französischen Tennislegende René Lacoste und wurde seit den 30er Jahren von viel Sportarten übernommen. Modeunternehmer Ralph Lauren prägte in den 70er Jahren den Begriff. Er steht für ein kurzärmeliges T-Shirt aus Waffelpiqué mit gestricktem Kragen und Knopfleiste. In modischen Variationen ist das Polohemd Herzstück jeder Kitaro-Kollektion.

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